Die perfekte Kabine finden: Tipps zur Kabinenwahl auf Kreuzfahrtschiffen

Die nächste Kreuzfahrt will gebucht werden, Schiff und Route stehen fest. Aber wie finde ich die passende Kabine für meine Reise? 

Zunächst sei gesagt: Die eine perfekte Kabine auf einem Kreuzfahrtschiff gibt es nicht. Vielmehr ist für jede Vorliebe eine passende Auswahl vorhanden. Sie reisen mit Kindern oder legen Wert auf kurze Wege? Ein schöner Ausblick und Sonne auf dem Balkon sind Ihnen wichtig? Oder Sie schätzen absolute Ruhe? Wenn Sie sich vor der Buchung noch einmal klar machen, was Ihnen wichtig ist, haben Sie beste Chancen, eine Kabine zu finden, die den Urlaubsspaß maximiert. 

So finde ich meine Lieblingskabine

Die Auswahlkriterien sind so vielfältig wie die Wünsche der Reisenden. Daher bieten Reedereien Kabinen in verschiedenen Varianten. Balkon- bzw. Verandakabinen verfügen in der Regel über große Fenster und einen Balkon. Die Größe der Balkone variiert von Schiff zu Schiff – zumeist finden aber zumindest ein kleiner Tisch und zwei Stühle Platz. Bei AIDA Cruises oder TUI Cruises kann man auf vielen Schiffen auf dem Balkon sogar in einer Hängematte relaxen.

Wer eine Suite bucht, kann sich auf eine geräumige Kabine – häufig mit getrennten Wohn- und Schlafbereichen – sowie Extraservices und größere Balkone teilweise, sogar mit eigenem Whirlpool oder direkten Spa-Zugang, freuen.

In einer Außenkabinen gibt’s dank Fenster oder Bullauge Tageslicht. Bei einem Hinweis auf „eingeschränkte Sicht“ Vorsicht – aller Wahrscheinlichkeit nach werden Sie auf eines der Rettungsboote blicken.

Wer das Budget schonen möchte, wird vermutlich mit einer Innenkabine liebäugeln. Zum Schlafen und Umziehen sind diese auch vollkommen okay. Wer etwas mehr investieren mag, sollte aber zumindest eine Außenkabine erwägen. Schließlich sind es doch die Aussichten auf die Weite des Meeres und neuen Ziele, die den Reiz einer Kreuzfahrt ausmachen. Auch wenn Sie jetzt sagen: „Ich kann doch auch auf dem Sonnendeck oder in den Lounges den Ausblick genießen“ – vergessen Sie nicht, dass Sie leider nicht ganz allein auf Ihrem Traumschiff sind. Und nur in Ihrer Kabine haben Sie die Garantie, dass Ihnen niemand Ihren Lieblingsplatz vor der Nase wegschnappt. Sie ahnen es: Wir raten zur Balkonkabine. Wer morgens im Bademantel die Einfahrt in den neuen Hafen genossen hat, will nicht wieder tauschen!

Kabinenwahl - Außenkabine Kabinenwahl - Innenkabine

Preisgünstig ist die Buchung einer Garantiekabine. Das bedeutet, dass eine Kabine in der gebuchten Kategorie „garantiert“ ist, jedoch bei der Buchung keine Wunschkabine ausgewählt werden kann. Die Kabinennummer erhält man mit den Reiseunterlagen.

Bei Seekrankheit ab in die Mitte!

Ob Innen- oder Außenkabine, mit Balkon oder Suite – die Lage sollte strategisch gut überlegt sein. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie einen empfindlichen Magen haben. Der Wellengang ist in der Regel am wenigsten in der Mitte des Schiffs wahrzunehmen. Zudem gilt: Je tiefer die Kabine liegt, desto weniger ist das Rollen und Stampfen spürbar. Wer sich also bei Wellengang unwohl fühlt oder gar zu Seekrankheit neigt, der ist auf jeden Fall mit einer Kabine in der Schiffsmitte auf einem der unteren Passagierdecks besser bedient als vorne am Bug oder hinten am Heck. Auch eine Balkonkabine oder Suite ist bei Seekrankheit von Vorteil, denn sowohl frische Luft als auch der Blick auf den Horizont können das Unwohlsein lindern.

Kurze Wege 

Falls Ihnen kurze Wege wichtig sind, sollten Sie darauf achten, dass sich Ihre Wunschkabine in der Nähe eines Aufzugs befindet. Denn gerade auf neuen – sprich größeren – Schiffen, können Sie pro Tag einige Kilometer zurücklegen, wenn Sie den Verlockungen der Restaurants, der Wellness-Angebote und Shows nachgeben wollen. Viele Kreuzfahrtschiffe haben vorne, mittig und hinten jeweils Treppenaufgänge und Aufzüge. Wer nicht gut zu Fuß oder auf Gehhilfen angewiesen ist, wird über einen kurzen Weg vom Fahrstuhl bis zur Kabine froh sein. Andererseits müssen Sie bedenken, dass entsprechend viele Mitreisenden genau dort vorbei kommen – und das durchaus bis tief in die Nacht oder schon sehr früh am Morgen. 

Generell gilt: Bevor Sie eine Kabine buchen, schauen Sie sich die Deckpläne der Schiffe online an.

Ruhig ein bisschen Ruhe

Apropos Ruhe: Achten Sie darauf, in welchem Bereich und auf welchem Deck des Schiffes sich Ihre Kabine befindet. Was auf den ersten Blick strategisch ideal erscheint, kann sich als störend erweisen: Das Büfettrestaurant liegt direkt über Ihnen. Zum Frühstück und Abendessen muss man keine weiten Wege gehen. Prima. Aber wer eigentlich gerne ausschlafen möchte, kann durchaus schon vor Öffnung des Restaurants geweckt werden, wenn die Crew mit den Vorbereitungen beginnt. Auch unter dem Sonnendeck brauchen Sie wahrscheinlich keinen Wecker – schließlich werden die Sonnenliegen schon früh am Morgen wieder in Position gebracht. Auch in einer Kabine unter dem Theater, dem Casino, den Bars oder der Disko gibt’s unter Umständen Musikbeschallung bis in die Nacht. Besser ist es, über und unter der eigenen Kabine Passagierkabinen zu haben.

Kabinen mit Verbindungstür sind für Familien eine tolle Möglichkeit der Unterbringung. Diese „connecting doors“ sind in den Deckplänen der Schiffe aufgeführt. Wer eine solche Kabine erwägt, sollte wissen, dass diese vor allem auf älteren Schiffen weniger gut schallisoliert sind und Geräusche – sowohl die eigenen als auch die der Nachbarn – zu hören sein können.

Auf der Sonnenseite

Kreuzfahrtenthusiasten und Stammgäste, die so genannten „Repeater“, haben oft nicht nur eine einzige Lieblingskabine – je nach Schiff und sogar Route wählen sie eine favorisierte Kabine aus. Warum die Route von Bedeutung ist, fragen Sie sich? Tatsächlich sollte auch diese in die Überlegungen bei der Kabinenwahl einbezogen werden. Nehmen wir beispielsweise eine Tour entlang der Westküste Europas. Wer auf dem Weg gen Süden eine Kabine backbord, also links, wählt, kann nicht nur morgens den Sonnenaufgang aus dem Fenster beobachten, sondern hat auch oft das Land auf seiner Seite. Dafür ist ab mittags die Sonne auf die andere Schiffsseite gewandert, was bei einer Balkonkabine oder Suite durchaus relevant sein kann. Dies gilt insbesondere, wenn man sich gerne auf dem eigenen Balkon aufhalten möchte, um sich dort zu sonnen oder zu lesen. Kabinen ganz vorne oder ganz hinten auf einem Kreuzfahrtschiff haben den Vorteil, beides zu bieten. Mal ganz abgesehen davon, dass die Aussicht weiter und die Balkone vor allem am Heck oft größer sind. 

Bei einer Rundreise sind derartige Überlegungen jedoch zweitrangig – wer hier auf der Hintour beispielsweise kein Land sieht, kann sich spätestens auf der Rücktour über die vorbeiziehenden Landschaften freuen.

Schöne Aussichten

Gerade bei neueren Schiffen ragt das Pooldeck über die Bordwand hinaus. Direkt darunter liegende Balkone haben also ein extra Dach über dem Kopf. Folge: Diese Balkone sind besonders schattig und auch in der Kabine ist es dadurch dunkler. Unsere Erfahrung: Selbst bei Kreuzfahrten in der Karibik oder im Orient kann man auf diese Schattenplätze gut verzichten. Und selbst wer sich gerne hin und wieder in den Schatten zurückzieht, wird diesen im Laufe des Tages finden, da die Sonne ja wandert. Noch ein wichtiger Aspekt: Auch die Sicht ist eingeschränkt. Das fällt spätestens dann auf, wenn Sie zuhause Ihre Fotos vom traumhaften Sonnenuntergang zeigen wollen. Dann sehen Sie vermutlich keine Möwen am feuerroten Himmel, sondern den tristen Vorsprung des Decks über Ihnen.

Unser Kreuzfahrtexperte Michael Kroeppelin empfiehlt: “Schauen Sie sich vor der Buchung Fotos des Schiffs an. Gibt es Vordächer, so versuchen Sie diese mithilfe der Deckpläne auszumachen und buchen Sie idealerweise mindestens zwei Decks darunter. Dort können Sie wieder einen freien Blick und Sonne genießen. Und genau das ist es doch, was auf einer Kreuzfahrt zählt.“

Sie möchten sich gleich eine Lieblingskabine für Ihre nächste Reise sichern? Hier finden Sie für Ihr Wunschreiseziel passende Angebote. Auch unser Expertenteam hilft Ihnen gerne telefonisch unter  +49 40 87405770 Ihre Wunschkabine zu finden.



Eine Antwort

  1. martina 13. September 2018 Antwort

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