Generation Kreuzfahrt? Warum Schiffsreisen kein Mindestalter haben [Reisebericht]

Unsere Auszubildende Silja räumt auf mit Kreuzfahrt-Vorurteilen und zeigt, warum der Urlaub auf See auch etwas für junge Leute ist.

Silja Lund, Auszubildende bei Dreamlines

„Auf Kreuzfahrten tummeln sich doch nur Rentner“, „Da muss ich immer Anzug und Krawatte tragen und ab 20 Uhr liegen alle in den Betten“ oder „Das kann ich mir eh nicht leisten“ sind typische Vorurteile, die man immer wieder über Kreuzfahrten hört.

Doch Kreuzfahrten sind auf keinen Fall nur etwas für alte Leute oder Langweiler! Ich war mit meinen 22 Jahren schon mehrmals mit der AIDA unterwegs und bin jedes Mal aufs Neue begeistert.

Dank 25% Rabatt bis einschließlich 24 Jahren bietet die Reederei einen bezahlbaren Preis, in dem sogar schon die Trinkgelder sowie Getränke zu den Mahlzeiten enthalten sind. Um noch mehr Geld zu sparen, haben wir bei unserer letzten Nordeuropa-Reise zu viert eine Innenkabine gebucht. Größenmäßig ist die natürlich nicht mit einer Ferienwohnung zu vergleichen, aber tagsüber gab es ohnehin so viel zu erleben, dass wir wenig Zeit in der Kabine verbrachten… Lest selbst!

Nach langer Vorfreude war es an einem Samstag im März endlich soweit: Unsere lang ersehnte Kreuzfahrt an Bord der AIDAprima stand kurz bevor. Da wir alle in Hamburg wohnen, war der Anreiseweg zum Cruise Terminal Steinwerder nicht allzu kompliziert. Nach der Einschiffung zogen wirlos, das Schiff zu erkunden. Die AIDAprima ist das größte Schiff der AIDA-Flotte und bietet daher auch einige besondere Highlights. Vor allem begeistert hat uns der Beachclub, in dem immer sommerliche Temperaturen herrschen sowie der Four-Elements-Bereich mit Klettergarten, Pool und Wasserrutschen. Weiter ging es zum großen Theatrium, welches sich über drei Decks erstreckt und wie bei AIDA üblich auch hier in der Mitte des Schiffes liegt. Abends treten dort verschiedene Artisten auf oder der Entertainment Manager lädt zur legendären AIDA Prime Time.AIDAprima Beachclub

Um 18 Uhr begann auch schon das Auslaufen aus dem Hamburger Hafen. Die Fahrt auf der Elbe hinauf zur Nordsee ist immer ein besonderes Highlight. Bis Wedel blieben wir an Deck, um dort noch Verwandten zuzuwinken, dann ging es mit knurrenden Mägen ins Marktrestaurant. Den Abend ließen wir noch entspannt ausklingen, bevor wir in die Betten fielen.Hamburg Skyline

Am nächsten Tag gingen wir, nach einem ausgiebigen Frühstücksbuffet im Marktrestaurant, an Deck, wo uns die Sonne anlachte, über den Skywalk, bis wir im Brauhaus beim Frühschoppen landeten. Bei feucht-fröhlicher Stimmung und Schlagermusik sprangen ein paar Freibier raus. Gegen Mittag landeten wir zum Burgeressen im Fuego und später im Beachclub, wo wir eine Runde entspannten, bevor es uns weiter ins Fitnessstudio zog. Bei dem vielen Essen muss man ja für das gute Gewissen wieder ein paar Kalorien abtrainieren. Das Fitnessstudio ist wirklich gut gelungen, die Geräte sind topmodern und sehr gepflegt. Es gibt einen großen Innenraum, in welchem verschiedene Kurse sowie Einzeltraining stattfinden. Nachdem wir uns ausgepowert hatten, ging es zurück zum Beach-Bereich – der Pool musste ja noch getestet werden.

Danach stand selbstverständlich schon wieder das nächste Essen im Brauhaus auf dem Programm. Die Speisen sind dort kostenlos, für die Getränke zahlt man extra. Mit zwei bis drei Euro liegen die aber komplett im Rahmen. Am Abend stand eine Beachparty und der „Twens-Treff“ im Beach Club an, ein Treffen für die 20-29-jährigen Gäste. Das konnten wir uns selbstverständlich nicht entgehen lassen und lernten schnell einige andere jüngere Gäste an Bord kennen. Es wurde noch viel getanzt und Cocktails aus ausgehöhlter Ananas geschlürft; den Rest des Abends verbrachten wir in der Borddisco D6.

WinchesterAm nächsten Tag stand der erste Landausflug in Southampton an. Vorab holten wir uns noch eine Stärkung im Pier 3. Hier gibt es kostenlose Snacks wie belegte Brötchen und Croissants, Joghurt und Obst zum Mitnehmen. Unser heutiges Ziel war Winchester, eine kleine, überschaubare Stadt mit typischem britischen Flair. Der öffentliche Bus, der direkt von Southampton dorthin fährt, kostet ca. 7,- € p. P. und braucht ungefähr eine Stunde. In Winchester liefen wir ein paar Mal die Einkaufsstraße hoch und runter und erfreuten uns an den vielen niedlichen Läden. Ein Abstecher zur Kathedrale durfte selbstverständlich auch nicht fehlen.
Gegen Nachmittag fuhren wir zurück nach Southampton, wo wir noch durch das große Einkaufszentrum bummelten, bevor es zurück an Bord ging. Unser heutiges Abendessen verbrachten wir im italienischen Buffetrestaurant Bella Donna. Danach verschlug es uns ins Theatrium zur Show „Wer wird Millionär“, bei der wir tatkräftig, leider aber nicht sehr erfolgreich, mitrieten.

Der nächste Tag begann und Le Havre begrüßte uns. Den Tag verbrachten wir größtenteils in der Hafenstadt Honfleur. Mit dem öffentlichen Bus, der vom Busbahnhof in Le Havre abfährt, braucht man ca. 30 Minuten in die französische Kleinstadt. Bei Sonnenschein erkundeten wir das Hafenbecken und die kleinen Straßen von Honfleur, bis es am Nachmittag zurück zum Schiff ging.Honfleur

 

Casa Nova AIDApima

Am Abend wollten wir mal ein A-la-Carte Restaurant testen. Unsere Wahl fiel auf das venezianische Restaurant Casa Nova. Die verschiedenen Gänge waren alle wirklich köstlich und unser Kellner sehr lustig und aufmerksam. Später ging es für uns ins Nightfly, ein kleiner Nachtclub, in dem Abends verschiedene Shows mit Gesang, Tanz und Akrobatik aufgeführt werden. Kleiner Tipp am Rande: Auch wenn das Nightfly bereits komplett ausgebucht ist, lohnt es sich, ca. 45 Minuten vor Beginn der Show im Saal vorbeizuschauen, um sich die Chance auf eventuelle Restplätze zu sichern. Heute Abend lief die Show „Wild Love“, die uns mit Gesang und Tanz überzeugte.

Am nächsten Morgen wachten wir in Zeebrugge auf. Nach einem ausgiebigen Frühstück im French Kiss Restaurant ging es mit dem Großraumtaxi nach Brügge. Wir teilten uns das Taxi mit drei weiteren Gästen, sodass die Kosten gering blieben. Das Glück mit dem Wetter hatte uns für heute leider verlassen – es regnete wie aus Eimern. Das hielt uns aber nicht davon ab, die wunderschöne Altstadt von Brügge, die im Jahre 2000 zum UNSECO Weltkulturerbe ernannt wurde, zu erkunden. Wir schlenderten durch die Straßen, futterten uns durch die verschiedenen Schokoladenläden und fotografierten die verzierten Gebäude. Natürlich durften auch die typischen belgischen Pommes und Waffeln nicht fehlen!Brügge

Zurück an Bord stand wieder ein Besuch im Fitnessstudio an. Ab 22 Uhr fand dann die legendäre Black&White Night Party statt. Hier darf auch die Crew bis zwei Uhr mitfeiern, sodass ausgelassene Stimmung herrschte. Gegen vier Uhr morgens fielen wir in die Betten.

Nach einem späten Frühstück erkundeten wir am nächsten Tag Rotterdam. Mit dem kostenlosen Shuttle ging es Richtung Stadt bis zur neuen Markthalle. Von dort aus bummelten wir durch die Straßen. Zum Sonnenuntergang flanierten wir über die berühmte Erasmusbrücke, von welcher wir einen tollen Blick auf die AIDAprima hatten!AIDAprima

Abends stand ein Besuch im Brauhaus auf dem Programm. Heute war traditioneller Dresscode erwünscht, an den wir uns natürlich hielten. Im Endeffekt saßen wir dann als einzige im Dirndl da, aber Spaß hatten wir trotzdem eine Menge!

Später zogen wir weiter zum Beachclub. Dort fand gerade die erste Kopfhörerpartystatt. Die Gäste, inklusive uns, feierten ausgiebig – für eine AIDA-Weltpremiere ein voller Erfolg!

Nun brach auch schon der letzte Tag auf See an. Am Mittag kam die Sonne raus, sodass wir es uns an Deck gemütlich machten.AIDAprima

Zu Abend aßen wir das erste Mal im Weite Welten Restaurant. Hier werden landestypische Speisen aus aller Welt serviert – jeden Tag steht ein anderes Land auf der Speisekarte. Ein Blick in den Beachclub und ins D6 gehörte natürlich auch wieder zu unserer nächtlichen Routine. Den letzten Abend an Bord ließen wir mit einer Currywurst an der scharfen Ecke ausklingen.

Am Samstagmorgen lagen wir bereits wieder in Hamburg, checkten nach einem letzten Frühstück im Markt Restaurant entspannt aus und ließen uns mit dem Shuttle Bus zum Hauptbahnhof bringen.

Zurückblickend war es wieder einmal ein grandioser Urlaub mit AIDA. Wir vier Mädels hatten eine Menge Spaß, haben neue tolle Leute kennengelernt, viel gefeiert und schöne Städte in Europa entdecken dürfen. Die typischen Kreuzfahrt-Vorurteile haben sich nicht bewahrheitet. Natürlich liegt der Anteil älterer Passagiere und Familien über dem der jüngeren Gäste. Diese kommen aber vor allem bei den abendlichen Feiern zusammen, sodass lange, spaßige Nächte garantiert sind. Aber auch mit allen anderen Gästen haben wir uns bestens verstanden. Alle sind locker und offen, wir konnten gute Gespräche führen, zusammen feiern und den Urlaub genießen.

Seid ihr auch auf den Geschmack gekommen?

Ich sage auf AIDAsehen und bis bald!

AIDAprima

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Eine Antwort

  1. Balearen Experte 3. August 2017 Antwort

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