Heute ist das Kreuzfahrtangebot vielfältig

Die Geschichte der Kreuzfahrt

Die Geschichte der Kreuzfahrt ist gespickt von Höhepunkten und Tiefen. Was viele nicht wissen: die moderne Vergnügungskreuzfahrt ist eine deutsche Erfindung.

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Die Inneneinrichtung der MS Deutschland erinnert an Grand Hotels der 20er Jahre

Die Vorweihnachtszeit ist auch eine Zeit der Geschichten und Erzählungen. Heute haben wir eine ganz besondere Geschichte für Sie. Die Geschichte der Kreuzfahrt ist gespickt von Höhepunkten und Tiefen. Passend dazu sendet der Informationssender Phoenix am 26.12.2013 um 18:30 Uhr einen Film über die Entwicklung der deutschen Kreuzfahrtindustrie. Ein Highlight, welches Sie nicht verpassen sollten. Was viele nicht wissen: die moderne Vergnügungskreuzfahrt ist eine deutsche Erfindung.

Kreuzfahrten made in Germany

Die Vorläufer der modernen Kreuzfahrt reichen bis in das Jahr 1840 zurück. Für Auswanderer, die ihr Glück in Amerika suchten, waren Passagierdampfschiffe das einzige Transportmittel. Komfortabel und vergnüglich, wie wir es heute von Transatlantiküberquerungen gewohnt sind, gestaltete sich die Reise jedoch nicht. Tief im Inneren des Schiffes teilten sich die Emigranten mit bis zu 15 anderen Passagieren die engen Kabinen.

Die Reedereien konkurrierten zu der Zeit um die schnellste Überfahrt für die Transatlantikreise. Besonders in den Wintermonaten war es für viele Reedereien im Laufe der Zeit nicht lukrativ, die kostspielige Reise anzubieten, denn die Reise im Winter war nicht nur ungemütlich, sondern auch gefährlicher. Der Hamburger Albert Ballinn, Direktor der „Hamburg-Amerikanische Packetfracht-Actien-Gesellschaft“ (HAPAG) beschloss daher, die Schiffe, die in den Wintermonaten ungenutzt im Hafen lagen, auf Vergnügungsreisen in wärmere Gefilde zu senden. 57 Tage und 11 Stunden dauerte die erste Luxuskreuzfahrt der Geschichte und besiegelte die Anfänge der Kreuzfahrtindustrie. Der wirtschaftliche Erfolg dieser Reise blieb nicht aus, sodass fortan immer mehr Vergnügungsreisen auf dem Kreuzfahrtschiff angeboten wurden. Gerade die deutschen Reedereien standen dabei im Vordergrund und waren bei den Kunden besonders beliebt.

Jähes Ende während der Kriege

So blühend die Kreuzfahrtindustrie startete, umso abrupter kam der erstmalige Tiefpunkt mit dem Beginn des ersten Weltkriegs. In den Folgejahren des Ersten Weltkriegs gab es keine Kreuzfahrten, denn die hohen Reparationskosten und starren Bedingungen des Versailler Vertrags zwangen die deutschen Reedereien in die Knie. Nichtsdestotrotz gelang es den Reedern in den Folgejahren innerhalb kurzer Zeit den Kreuzfahrtmarkt zurückzuerobern. Die 20er und 30er Jahre waren geprägt von Luxuskreuzfahrten der Extraklasse. Wer es sich leisten konnte, unternahm eine Reise mit einem prachtvollen Schiff in die Karibik.

Mit dem Beginn des zweiten Weltkriegs war es jedoch mit dem Angebot von Luxusreisen mit dem Schiff vorbei. Die Schiffe, die noch zuvor reiche Passagiere in die Karibik fuhren, wurden fortan als Lazarett- oder Fluchtschiffe genutzt. Viele der deutschen Kreuzfahrtschiffe wurden im Zuge des Krieges zerstört. Dennoch gelang es den deutschen Reedern wie schon zuvor auch nach 1945 ihre Spitzenposition auf dem stetig wachsenden Kreuzfahrtmarkt zurückzuerobern. Jedoch rücken immer größere internationale Reedereien in den Vordergrund und bestimmen das Kreuzfahrtgeschäft.

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Sportpark auf der Norwegian Breakaway

Moderne Kreuzfahrtschiffe für die breite Masse

Während die Luxusreisen auf hoher See in den Anfängen der Kreuzfahrt noch den vermögenden Kreisen vorbehalten waren, änderte sich die Einstellung der Kreuzfahrtgesellschaften in den 60er und 70er Jahren. Viele Reedereien brauchten mehr Kundschaft, sodass die Preise für Kreuzfahrten günstiger wurden und nun auch die Mittelschicht an den Seereisen teilnehmen konnte. Die Schiffe wurden größer, die Kabinen platzsparender und das Unterhaltungsangebot vielfältiger, die modere Kreuzfahrt ist geprägt von riesigen Kreuzfahrtlinern mit außergewöhnlichen und abwechslungsreichen Bordeinrichtungen. Mondänes Ambiente und elitäre Etikette wichen modernem Design und weniger Zwängen – Dresscodes weuden freizügiger und das Leben an Bord legerer und entspannter.

Auch heute noch ist die Kreuzfahrtindustrie der Wachstumsmotor im Tourismus und entwickelt sich stetig weiter, man denke nur einmal an die vielen neuen Schiffe, die jedes Jahr zu Jungfernfahrten aufbrechen und immer neuere und spektakulärere Bordeinrichtungen für Kreuzfahrtpassagiere bereit halten. Wir dürfen sicherlich gespannt sein, was sich die Reedereien für die kommenden Jahre für uns ausgedacht haben.

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