Kreuzfahrer im Bundesvergleich: Hamburger sind die Seebären der Nation

Wir haben die Vorlieben der deutschen Kreuzfahrer nach Bundesländern ausgewertet.

Hamburg ist maritim – und die Einwohner der Hansestadt lieben das Wasser so sehr wie in keinem anderen Bundesland: Das bestätigt jetzt eine aktuelle Auswertung des größten deutschen Kreuzfahrtportals DREAMLINES, laut der knapp vier Prozent der Hamburger Kreuzfahrer sind. Damit haben sie im Bundesvergleich die höchste Pro-Kopf-Dichte an Menschen, die Urlaub auf einem Schiff verbringen. Dicht gefolgt werden sie von den Bewohnern Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns, die ebenfalls mehr als drei Prozent an Kreuzfahrern aufweisen. Die verhältnismäßig wenigsten Kreuzfahrer haben das Saarland mit 1,2 Prozent und Sachsen mit 1,5 Prozent.

Auch bei den Pro-Kopf-Ausgaben für Schiffsreisen führen die Hamburger: Im Schnitt 186 Euro pro Tag pro Person lassen sie sich ihre Reise kosten. Schlusslicht sind die Bayern: Durchschnittlich 163 Euro lassen sie pro Tag und Person für eine Kreuzfahrt springen.

Berliner am längsten an Bord

In puncto Reisedauer auf See lassen es die Berliner am entspanntesten angehen: Sie bleiben mit durchschnittlich knapp zehn Tagen am längsten an Bord. Am kürzesten an Bord von Hochsee-Schiffen sind die Niedersachsen mit etwa acht Tagen auf See.

Bei Flusskreuzfahrten hält es wiederum die Hamburger am längsten auf dem Wasser – mit einer Verweildauer von mehr als acht Tagen im Schnitt. Die kürzesten Flusskreuzfahrten machen die Nordrhein-Westfalen mit sechs Tagen.

„Je näher sie am Meer leben, desto begeisterter sind die Menschen von Kreuzfahrten“, erklärt Felix Schneider, Gründer von DREAMLINES in Hamburg. „Uns war klar, dass die Hamburger sehr seefahrtaffin sind – aber dass die Bürger der Hansestadt auch bei den Reiseausgaben sowie bei der Dauer von Flusskreuzfahrten vorne liegen, hat uns selbst überrascht.“

Sachsen-Anhalt: Land der Frühaufsteher auch das Land der Frühbucher

Frühbucher-Könige der Nation sind die Sachsen-Anhaltiner. Das „Land der Frühaufsteher“ ist auch das Land der Frühbucher in Bezug auf Kreuzfahrten. Im Durchschnitt haben sie stolze sechs Monate vor Reiseantritt bereits ihre Kreuzfahrt gebucht. Die Bayern sind die spontansten Seereisenden Deutschlands: Sie buchen im Schnitt 4,5 Monate bevor der Anker gelichtet wird. Im internationalen Vergleich führen die Deutschen in puncto früh buchen: Durchschnittlich buchen Deutsche 145 Tage vor Abreise, das ist mehr als einen Monat früher als sechs weitere von DREAMLINES untersuchte Nationen. „Damit liegen die Kreuzfahrer aus Sachsen-Anhalt sogar im internationalen Vergleich an der Spitze, wenn es um Frühbuchungen geht.“

Berliner Exoten beim Abfahrtshafen

Bei der Wahl der Abfahrtshäfen zieht es Berliner als einzige am häufigsten in die Tropen: Sie starten ihre Reise am liebsten ab Miami. Dagegen bevorzugen die Einwohner der meisten anderen Bundesländer eine Hochsee-Kreuzfahrt ab Kiel und Hamburg. Bayern, Baden- Württemberger, Hessen und Saarländer wählen am liebsten Schiffsreisen ab Venedig. „Das muss nicht unbedingt mit der geografischen Nähe zu tun haben“, erklärt Felix Schneider, „zumal es eine besonders große Auswahl an Angeboten ab der italienischen Lagunenstadt gibt.“ Für Flusskreuzfahrten ist Passau die mit Abstand beliebteste Ablegestelle der Deutschen – selbst bei den Bewohnern Nordrhein-Westfalens folgt Köln erst an zweiter Stelle.

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